Nigel Warburton empfiehlt fünf Einführungen in die Philosophie

In einem Interview mit Nigel Warburton, dem umtriebigen Macher der großartigen Serie PhilosophyBites, verrät dieser etwas über seinen Werdegang zum Philosophen und spricht über die seiner Meinung nach empfehlenswertesten Einführungen in die Philosophie:

Interessant fand ich den Hinweis, dass das Genre “Einführung” noch nicht besonders alt ist und vor rund 20 Jahren noch kaum Einführungen in die Philosophie auf dem Markt waren. Heute hat sich das natürlich geändert. Seine Top 5, von denen eigentlich nur das erste eine wirkliche Einführung ist, sind folgende Bücher:

Nr.1: Thomas Nagel: Was bedeutet das alles. Damit hat er Recht, ich finde diese Einführung auch extrem empfehlenswert, jedenfalls für Leute, die bisher kaum an der Philosophie geschnuppert haben. Seine Begründung (mit der er ebenfalls völlig Recht hat):

First of all, it’s very, very short. Secondly, it’s written in prose that is completely unpretentious, unpatronising and clear. It’s the kind of book you could read in an evening, but at the same time you’d really have a flavour of what philosophy is. It’s got the authority of him being a significant philosopher in his own right, but if you had no idea who he was it wouldn’t matter.

Nr.2: Peter Singer: The Life You Can Save. Auch ein guter Vorschlag, bei Singer ist immer von der ersten Seite an klar, dass Philosophie eine Sache ist, die das eigene Leben unmittelbar berührt und beeinflusst; ob man mit ihm übereinstimmt oder nicht, er kann einen auf jeden Fall für moralphilosophische Fragen begeistern, wenn nicht sogar dazu provozieren.

Nr.3: Michael Sandel: Justice. Kenn ich nicht, aber was Warburton dazu sagt, klingt spannend; unter anderem werden wohl Fragen besprochen wie “Gehört das Element der körperlichen Erschöpfung zum Golfspiel?” Cool!

Nr.4: Jonothan Glover: Causing Death and Saving Lives. Kenn ich nicht.

Nr.5: Bernard Suits: The Grasshopper. Noch nie davon gehört, aber laut Warburton ein sehr unterhaltsam geschriebener Versuch, gegen Wittgensteins “Familienähnlichkeitsbegriff” mit notwendigen und hinreichenden Bedingungen zu definieren, was ein “Spiel” ist.

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